Kleiner Tätigkeitsbericht des Vorstandes – Situation

August/September 2020

Liebe Mitglieder des Vereins,

als wir den Sportbetrieb von heute auf morgen einstellen mussten, war uns von Anfang an klar, dass viel Arbeit auf uns zukommen wird. Wir versuchten eine Strategie zu entwickeln, die darauf abzielte, den Verein auch auf längere Sicht zu erhalten.

Da fast alle Trainerinnen und Trainer auf das Gehalt des Vereins angewiesen sind, sahen wir es als unsere soziale Pflicht an, das Gehalt auch bei ausgefallenen Stunden weiter zu bezahlen. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass wir diese Entscheidung schon trafen, bevor die ganzen Corona-Hilfen anliefen. Zudem ist es auch strategisch sinnvoll, Trainerinnen und Trainer finanziell zu unterstützen, da wir sie dadurch für den Verein erhalten können und dann nicht vor dem Problem stehen, keine Trainer mehr zu haben, wenn wir mit dem Sportbetrieb (insbesondere für die Kinder) wieder anfangen können.

Damit ist klar, dass die Ausgaben des Vereins weiter bestehen, obwohl der Verein anfangs keinen und später nur einen sehr eingeschränkten Sportbetrieb anbieten konnte.

Ein großes Problem für uns war und ist, dass die Stadt München (das Referat für Bildung und Sport) zwar ein Hygiene-Konzept für Schulen, jedoch nicht für Vereine vorlegen konnte. Das heißt, dass der Schulbetrieb – wenn auch eingeschränkt – starten konnte, die Vereine jedoch noch nicht.

Hart traf es besonders den Kinder- und Jugendbereich, da sich hier die komplexen Hygiene-Vorgaben nicht umsetzen ließen. Für die Eltern entsteht nun die paradoxe Situation, dass ihre Kinder zwar in die Schule dürfen, jedoch keinen Sport im Verein ausüben können.

Wir hofften nun sehr mit dem Kinderbereich wieder anfangen zu können, bevor im zweiten Halbjahr die Vereinsbeiträge eingezogen wurden. Das klappte leider nicht – wir konnten zwar mit dem Sportbetrieb teilweise wieder starten, jedoch eben nicht im Kinder- und Jugendbereich.

Als dann wieder abgebucht wurde, fragten sich einige Eltern, was der Verein mit dem Geld macht. Nun ja, Sie wissen es nun, die Geschäftsstelle läuft weiter, die Miete für unser Büro ebenfalls, wir bezahlen unsere Trainerinnen und Trainer weiterhin, damit diese ihren Lebensunterhalt meistern können und damit sie nach Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs weiterhin unsere Kurse halten und Ihren Kindern Spaß und Freude am Sport vermitteln …

Ganz wenige Familien befanden sich in sehr prekären finanziellen Situationen. Wir sahen es als unsere soziale Pflicht an, zu helfen und reduzierten die Beiträge bei Härtefällen auf Anfrage im Vorfeld.

Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass rechtlich gesehen, keine Möglichkeit besteht, auf Rückerstattung des Vereinsbeitrages zu bestehen. Vereine haben nämlich – ohne dabei ins Detail zu gehen – einen besonderen rechtlichen Status.

Liebe Mitglieder, wir sind optimistisch, dass wir nach den großen Ferien wieder einigermaßen normal anfangen können. Zwingend notwendig ist, dass wir uns alle an die nötigen Maßnahmen halten – Hände waschen, Abstand halten und falls der dies nicht möglich ist – eine Mund-Nasen-Abdeckung ordnungsgemäß tragen. Wir Sportler und Eltern müssen hier vorbildlich sein.

Noch eine Anmerkung in eigener Sache: Jeder von den Vorständen hat einen Beruf, die Vereinstätigkeiten erledigen wir ehrenamtlich; wir waren ziemlich enttäuscht darüber, wie uns einige Mitglieder „angegangen“ sind, und uns sogar Bereicherung durch den Beitragseinzug vorgeworfen haben. Wir stehen zu 100-Prozent hinter dem Verein und seinen Mitgliedern …

Bleiben Sie gesund und mit sportlichen Grüßen

Ihr Vorstand
Wolfgang Kaletta, Michael Kronthaler, Gabriele Hamberger, Steffi Schönberg